Information
Die Affhüppenkapelle, gelegen in der Bauernschaft Vohren bei Warendorf, ist ein neugotischer Backsteinbau, der zwischen 1854 und 1856 errichtet wurde. Sie wurde dem Heiligen Johannes dem Täufer geweiht und ersetzte eine ältere barocke Gutskapelle. Die Kapelle wurde von Emil von Manger, dem Diözesanbaumeister von Münster, im neugotischen Stil entworfen und beherbergt eine einheitliche Innenausstattung aus dieser Zeit. Ihre Ursprünge reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück, als bereits eine kleinere Kapelle auf dem Gutshof Affhüppe existierte.
1710 wurde an dieser Stelle eine barocke Kapelle zu Ehren der Gottesmutter Maria und des Heiligen Antonius von Padua eingeweiht. Später, im 19. Jahrhundert, errichtete die Witwe eines Gutsherrn das heutige repräsentative Bauwerk mit schlankem Westturm und kunstvollen Details wie Wasserspeiern. Die Kapelle wurde über viele Jahre für Gottesdienste genutzt, bis in die 1950er Jahre, danach diente sie als Depot für kirchliche Kunstgegenstände (Lapidarium) des Bistums Münster. Die Kapelle steht heute unter Denkmalschutz, ist aber aus Sicherheitsgründen öffentlich nicht zugänglich.