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***legaler LostPlace***
Das Kraftwerk Plessa wurde zwischen 1926 und 1927 in der Niederlausitz, direkt neben dem Tagebau errichtet. Als das Kraftwerk 1927 in Betrieb ging, zählte es zu den modernsten Braunkohlekraftwerken Europas. Besonders bemerkenswert war die zentrale Leitwarte, sowie die fortschrittliche Turbinen- und Kesseltechnik. Zur Zeit der Errichtung war die Region vom Braunkohlebergbau geprägt, sodass die Braunkohle direkt zur Stromerzeugung verwendet wurde. Der erzeugte Strom versorgte nicht nur umliegende Betriebe und Städte, sondern unterstützte auch die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Die markanten Backsteinbauten spiegeln zugleich den Industriebaustil der Weimarer Republik wider, der sich gleichermaßen durch Funktionalität und eine anspruchsvolle Bauweise auszeichnet.
Während des Zweiten Weltkriegs blieb das Kraftwerk ein wichtiger Bestandteil der Energieversorgung. Es wurde von 1936 bis 1941 durch die Errichtung eines Anbaus zur Wasseraufbereitung und eines Kesselhauses erweitert. Nach Kriegsende wurde es von der DDR weiter betrieben und ins Gaskombinat „Schwarze Pumpe“ integriert. Die Sowjetunion erhielt als Reparationsleistung eine von den vier leistungsstarken Turbinen, sodass die ursprüngliche Leistung des Kraftwerkes von 54 MW auf 34 MW sank. Über Jahrzehnte arbeiteten allein im Kraftwerk hunderte Menschen aus Plessa und den umliegenden Orten.
Erst 1992 endete die Stromproduktion endgültig, nachdem moderne Kraftwerke die veraltete Technik ersetzten. Bereits seit 1982 ist das historische Gelände unter Denkmalschutz gestellt. Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Konzepte zur Nachnutzung erarbeitet, die nicht umgesetzt werden konnten. Heute kann das Gelände nur noch im Rahmen gebuchter Fototouren besichtigt werden, die mehrmals im Jahr stattfinden.
Quellen udn Tourbuchung:
11.05.2026 https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_Plessa
11.05.2026 https://www.go2know.de/event/das-kraftwerk-plessa/#1668931029562-2b2587fb-6978