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Der Bergbau prägte die Geschichte rund um Großalmerode über mehrere Jahrhunderte und war neben der Ton- und Keramikverarbeitung ein zentraler Wirtschaftsfaktor der Stadt. Besonders bedeutend war der Braunkohlebergbau am Hirschberg. Erste Abbauspuren reichen vermutlich bis ins 17. Jahrhundert zurück. Die Braunkohle wurde sowohl im Tagebau als auch Untertage gewonnen und diente vor allem der regionalen Energieversorgung.
Das wichtigste Bergwerk war die Zeche Hirschberg, zu der mehrere Schächte und Stollen gehörten, darunter auch Anlagen im Bereich Faulbach. Über Generationen hinweg arbeiteten Bergleute unter teils schwierigen Bedingungen. Der Abbau entwickelte sich zwar technisch weiter, jedoch blieb er stets ein kleiner und regional geprägter Betrieb. Historisch betrachtet nahm das Bergbaugebiet am Hirschberg eine besondere Stellung ein, da es bis zu seiner Schließung zu den letzten aktiven Braunkohle-Untertagebergwerken Deutschlands gehörte.
Am 20. Dezember 2002 wurde die Förderung endgültig eingestellt, da diese zunehmend unwirtschaftlich geworden war. Insgesamt war es ein Zusammenspiel aus steigenden Förderkosten, verschärften Umwelt- und Sicherheitsauflagen, sowie dem Bedeutungsverlust von Braunkohle, die zur Schließung führten.
Mit der Schließung der Zeche endete nicht nur der gesamte Bergbau im Ort, sondern ein über mehrere Jahrhunderte andauernder Abschnitt Industriegeschichte. Heute sind die Stollen größenteils verfüllt und gesichert. Einige Halden und Geländestrukturen im Wald zeugen noch vom früheren Abbau. Außerdem sind einzelne historische Anlagen wie der Bransröder Stollen, der bereits 1696 erwähnt wurde und bis ins frühe 20. Jahrhundert in Betrieb war, erhalten geblieben. Ein Wanderpfad erinnert heute an den Bergbau und informiert über die industrielle Entwicklung Großalmerodes.
Quellen:
25.01.2026 https://www.hirschbergknappen.de/geschichte-1
25.01.2026 https://www.bergbau-hessen.de/knappenvereine