NVA - Fla-Raketenabteilung
Information
Die FRA-4123 in Klosterfelde war eine Flugabwehrraketenabteilung der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR, die im Rahmen der 41. Fla-Raketenbrigade „Hermann Duncker“ stationiert war. Ihr Hauptauftrag war die Luftverteidigung, insbesondere die Sicherung des Luftraums nördlich von Berlin. Die Einheit war mit dem S-75 „Wolchow“ Waffensystem ausgerüstet, einem bodengestützten Flugabwehrraketensystem.
Der Standort Klosterfelde lag etwa 4,5 km nordwestlich von Klosterfelde in Brandenburg und verfügte über mehrere sternförmig angeordnete Feuerstellungen mit Startbatterien, Bunkern und technischen Einrichtungen zur Lagerung, Montage und Betankung der Raketen. Die Kommandostruktur umfasste neben der Führungs- und Technischen Kompanie auch spezielle Führungs- und Zielzuweisungssysteme, die die automatisierte Steuerung der Raketenanlage ermöglichten.
Die FRA-4123 war Teil eines größeren Luftverteidigungssystems, das aus mehreren Fla-Raketenabteilungen rund um Berlin bestand. Der Standort wurde bis Anfang der 1990er Jahre betrieben und 1992 geschlossen. Technische Ausrüstung und Anlagen wurden anschließend demontiert oder umgerüstet.