Wichtiger Hinweis zum Fledermausschutz
Vom 1. Oktober bis 31. März gilt die Fledermausschutzzeit.
Viele Höhlen, Stollen und Bunker dienen Fledermäusen als Winterquartier.
In dieser Zeit ist der Zugang zu solchen Orten strengstens untersagt,
um die Tiere nicht zu stören. Verstöße können zu hohen Strafen führen.
Bitte respektiere die Schutzmaßnahmen und betrete diese Orte nicht während der Schutzzeit.
Information
Das 368 Hektar große Gelände der Muna Hohenleipisch liegt nördlich der Gemeinde Hohenleipisch, nahe der Eisenbahnstrecke Berlin-Dresden und der L62, etwa 65 km von Dresden entfernt. Es ist von der Liebenwerdaer Amtsheide umgeben und von Landschafts- und Naturschutzgebieten eingeschlossen.
Geschichtlich wurde das Gelände 1935 von der Luftwaffe der Wehrmacht für eine Munitionsanstalt gewählt. Der Bau begann 1936, und die Anlage war strategisch günstig an Verkehrsanbindungen gelegen. Die Muna verfügte über Wohn- und Verwaltungsgebäude sowie zahlreiche Bunker, Schießstände und Tanks zur Lagerung und Verteilung von Munition an nahegelegene militärische Flugplätze. Dank ihrer perfekten Tarnung blieb sie während des Zweiten Weltkriegs weitgehend unentdeckt.
Nach dem Krieg nutzte die Sowjetarmee das Gelände bis zur Wende zur Munitionseinlagerung und errichtete weitere militärische Einrichtungen, einschließlich Unterkünften für bis zu 6000 Soldaten. Nach dem Abzug wurde ein Teil der Gebäude als Unterkunft für Asylbewerber verwendet.
Heute stellt das Gelände ein kleines Auerwild-Biotop dar, das jedoch für eine erfolgreiche Wiederansiedlung des Auerwilds zu klein ist. Militärische Altlasten sind weiterhin vorhanden, und einige Flächen sind gesperrt. Seit 2004 sind 169 Hektar des Gebiets als Naturschutzgebiet „Hohenleipisch“ ausgewiesen.
Quellen:
24.04.2026 https://de.wikipedia.org/wiki/Luftmunitionsanstalt_Hohenleipisch
24.04.2026 https://www.sachsenschiene.net/bunker/mun/mun_10.htm