Information
Schloss Harbke in der Gemeinde Harbke ist ein aus einer mittelalterlichen Wasserburg hervorgegangener Adelssitz der Familie von Veltheim, der sich über mehr als 600 Jahre bis zur Enteignung nach 1945 in ihrem Besitz befand. Heute ist das Schloss nur noch als Ruine erhalten, während der Park als bedeutende historische Gartenanlage weiterbesteht.
1308 erwarben die Brüder Bertram und Ludolf von Veltheim die Grundherrschaft über Harbke und legten in einer wasserreichen Senke am Ortsrand eine Wasserburg namens „Hertbike“ an, die durch doppelte Gräben und Wasserläufe gesichert war. Die Grundlage für das heutige Gebäude.
Zwischen 1572 und 1586 ließ Achaz von Veltheim die ursprüngliche Rundburg zu einem repräsentativen Renaissanceschloss mit zwei dreigeschossigen Flügeln und einem polygonalen Treppenturm umbauen.
Nach einem schweren Brand 1731 wurden ab 1733 umfangreiche Wiederherstellungsarbeiten durchgeführt und zw. 1751 und 1759 erhielt die Anlage unter dem herzoglichen Landbaumeister Martin Peltier de Belfort ihre barocken Vierflügel‑Züge. Parallel gestaltete Friedrich August von Veltheim ab 1740 den etwa 6 Hektar großen Schlosspark als barocken Lustgarten, der ab etwa 1760 schrittweise in einen engl. Landschaftsgarten mit vielen exotischen Gehölzen umgeformt wurde.
1825 ergänzte man das Ensemble um einen neugotischen Bibliotheksbau sowie eine neugotische Orangerie (1830/31) für tropische Pflanzen, während das Gut als großes Rittergut mit über 1600 Hektar Land bewirtschaftet wurde.
Im Schloss selbst bestand zunächst bis etwa Mitte der 1950er Jahre ein katholisches Kinderheim, bevor das Gebäude leer stand.
Die LPG nutzte zu DDR‑Zeiten vor allem die ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Schlossguts Harbke, während das eigentliche Schloss leerstand und dadurch stark verfiel.
Quellen :
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Harbke
http://www.gemeinde-harbke.de/seite/185348/geschichte.html
https://stadtm.de/VG_Obere_Aller/listing/renaissance-schloss-harbke-und-schlosshof