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Carinhall
Templin
17757
53.0093, 13.6375
Bewertung: 5.0
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Information
Der Landsitz Carinhall war eine der eindrucksvollsten und symbolträchtigsten Residenzen des nationalsozialistischen Machtapparats. Er diente Hermann Göring, Reichsmarschall und einer der führenden Köpfe des NS-Regimes, als privater Rückzugsort und Repräsentationsstätte. Gelegen zwischen dem Großdöllner See und dem Wuckersee in der Schorfheide nördlich von Berlin, verkörperte das Anwesen den Machtanspruch und die Selbstinszenierung seines Bauherrn. Benannt wurde Carinhall nach Görings erster Ehefrau Carin, die dort bestattet wurde.

Der Bau des Anwesens begann nach 1933 und erfolgte in mehreren Etappen nach Entwürfen der Architekten Werner March und später Friedrich Hetzelt. Mit seinen großzügigen Gebäuden, Hallen und Sälen umfasste der Komplex zuletzt eine Nutzfläche von rund 11.000 Quadratmetern. Stilistisch orientierten sich die Bauten an historischen Vorbildern und sollten Größe, Tradition und Macht ausstrahlen. Zum weitläufigen Besitz gehörten neben Repräsentationsgebäuden auch eine Telefonzentrale, ein Luftschutzbunker, diverse Wirtschaftsgebäude, ein Tennisplatz, eine Schießanlage und Bootshäuser.

Die Anfahrt zu Carinhall führte über eine prächtige Kastanienallee, die direkt auf das Hauptgebäude zulief und am Hirschplatz mit einer bronzenen Hirschfigur gesäumt war. Hier empfing Göring hohe Gäste aus Politik und Militär und inszenierte sich als kunstsinniger Staatsmann. Ein großer Teil seiner privaten Kunstsammlung wurde in Carinhall untergebracht.

Im letzten Kriegsjahr 1945 war eine weitere Vergrößerung der Anlage geplant. Die Pläne blieben jedoch unvollendet, da Göring angesichts des Vorrückens der Roten Armee den Befehl zur Zerstörung der Anlage gab. Am 28. April 1945, nur wenige Tage vor Kriegsende, wurde Carinhall von Einheiten der Luftwaffe gesprengt. Damit endete die kurze, jedoch symbolträchtige Geschichte eines der prunkvollsten Bauten der NS-Zeit.

Quelle:
23-02-2026 https://de.wikipedia.org/wiki/Carinhall
Comments
DE 1
eigenARt
05.10.2025
Hier befindet sich kein LP, am Parkplatz steht eine, von der Gemeinde errichtete, Informationstafel. Darauf wird über Carinhall und seine Geschichte berichtet.
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