Information
In den Jahren 1910/11 errichtet, war diese prachtvolle Kirche einst das Zentrum der evangelischen Gemeinde in der Neustadt Gelsenkirchens. Über Jahrzehnte wurde sie aktiv von den evangelischen Bewohnern der Gegend besucht, in den 1950er-Jahren zählte die Gemeinde sogar über 3000 Mitglieder.
Doch diese aktive Nutzung ging im Zuge der Abnahme aktiv religiöser Menschen in Deutschland über die letzten Jahrzehnte verloren, sodass immer weniger Personen zu den Gottesdiensten erschienen.
Zusätzlich stellte die Stadtverwaltung 2008 erhebliche Schäden an der Bausubstanz der Kirche fest, sodass die wöchentlichen Gottesdienste eingestellt werden mussten.
Am 15.05.2011 fand schließlich ein letzter Gottesdienst zur offiziellen Entweihung der Kirche statt. Auch wenn daraufhin über viele alternative Nutzungen wie gastronomische Angebote, ein Diakonie-Zentrum und eine Kunstschule diskutiert wurden, verhinderten die Sanierungskosten von mindestens 400.000€ eine Umsetzung dieser Pläne.
Architektonisch fällt die Kirche vor allem durch ihren 25 Meter hohen, quadratischen Eckturm und das mit Jugendstil-Elementen verzierte Eingangsportal auf. Zusätzlich ist die Bauweise der Kirche besonders, da sie keine Seitenschiffe, sondern nur eine zentrale Mittelachse aufweist, in welchem sich ein vergoldetes Christus-Mosaik und ein ebenfalls vergoldetes Hängekreuz finden lassen. Seit 1986 ist die Kirche denkmalgeschützt.
Quellen:
23.02.2026 https://www.baukunst-nrw.de/objekte/Auferstehungskirche-Gelsenkirchen--3096.htm
23.02.2026 https://www.waz.de/lokales/gelsenkirchen/article401743248/abschied-von-der-auferstehungskirche.html
23.02.2026 https://geodata.gelsenkirchen.de/medien/KU_Denkmalkataster/pdf/A041.pdf