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Kohlehochbunker
Görlitz
18922
51.0689, 14.9327
Bewertung: 3.3
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Wichtiger Hinweis zum Fledermausschutz
Vom 1. Oktober bis 31. März gilt die Fledermausschutzzeit. Viele Höhlen, Stollen und Bunker dienen Fledermäusen als Winterquartier. In dieser Zeit ist der Zugang zu solchen Orten strengstens untersagt, um die Tiere nicht zu stören. Verstöße können zu hohen Strafen führen. Bitte respektiere die Schutzmaßnahmen und betrete diese Orte nicht während der Schutzzeit.
Information
Der Kohlehochbunker Görlitz, offiziell als Hochbunker der Siebanlage bekannt, ragt als monumentales Industriedenkmal am Südwestufer des Berzdorfer Sees empor. Nahe dem Ortsteil Tauchritz gelegen, zeugt der Koloss von der Bergbaugeschichte der Oberlausitz. Das Bauwerk entstand 1923 bis 1924 im Auftrag der Aktiengesellschaft Sächsische Werke. Seine Architektur vereint Zweckmäßigkeit mit industrieller Ästhetik: Ein massives Stahlbetonskelett bildet die Tragstruktur, während die Ausfachungen mit rotem Klinkermauerwerk versehen sind.
In seiner Blütezeit erfüllte der Bunker eine zentrale Funktion im Gefüge des Braunkohlentagebaus Berzdorf. Eine Schrägbandbrücke verband das Gebäude direkt mit der benachbarten Siebanlage, während eine Kettenbahn die im Tagebau geförderte Rohbraunkohle kontinuierlich zu den Bunkertaschen transportierte. Von dort aus wurde der Brennstoff sortiert, zwischengelagert und für den Transport auf Waggons verladen. Doch die erste Betriebsphase währte nur kurz. Bereits 1927 zwangen wirtschaftliche Gründe die Betreiber zur Stilllegung der Anlagen, woraufhin der damalige Tagebau geflutet wurde.
Erst der akute Energiemangel nach dem Zweiten Weltkrieg brachte die Wende. Ab 1946 begannen die Arbeiten zur Wiederaufnahme des Bergbaus, und 1953 nahm auch der Hochbunker seinen Dienst wieder auf. In den Jahrzehnten der DDR-Zeit war er ein Herzstück der regionalen Wirtschaft, ehe er später teilweise als Lehrwerkstatt diente. Das endgültige Aus kam im Dezember 1997 mit der endgültigen Einstellung der Kohleförderung.
Heute steht der geschützte Kohlehochbunker am Ufer des nahen Sees.

Quellen:

26.07.2026 https://www.verlassenes.de/kohlebunker
26.07.2026 https://bunker-nrw.de/threads/hochbunker-fuer-kohle-kohlebunker-ehem-tagesanlagen-im-tagebau-berzdorf-auf-dem-eigen.26928/
26.07.2026 https://www.kuladig.de/Objektansicht/BKM-31000360
Comments
DE 3
Elia.ltc
01.10.2026
War relativ interessant, aber daneben sind direkt riesige Lagerhallen, wo man auch reinkann; wirklich cool, noch alles erhalten, aber ich würde aufpassen, da da Polizeiabsperrungen sind und vermutlich Blut und sonstige Körperflüssigkeiten.
Bxen5
20.05.2026
Man kommt mit etwas gequatsche rein, ist allerdings sehr unangenehm, innen ist alles leer, aufs dach kommt man noch durch ein noch engeres Fenster, habe mir auf den Rückweg die ganze Hand aufgeschnitten, dafür aber eine nette Aussicht:)
DetJalo
12.05.2026
Habe den Hochnunker im Herbst 2024 besucht. War damals leider alles zu gewesen. Nur die " Verladestation " war begehbar.
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