Information
***legaler LostPlace***
Das ehemalige Grandhotel Waldlust ist ein legaler Lost Place, der vom Verein "Denkmalfreunde Waldlust e. V." betreut wird und nur im Rahmen von Führungen, Fototouren oder sonstigen Veranstaltungen besucht werden kann. Besuchstermine können auf der Website des Vereins eingesehen und gebucht werden.
Das Grandhotel wurde am 26. Mai 1900 als Waldcafé „Waldlust“ mit zwölf Zimmern eröffnet, nachdem Freudenstadt als Urlaubsort an Bedeutung gewonnen hatte. Bald war es dem Ansturm nicht mehr gewachsen, sodass es auf über 140 Zimmer erweitert wurde. Dank seiner exklusiven Ausstattung und des erstklassigen Services entwickelte es sich schnell zu einem prunkvollen Luxushotel.
Oft wurde die Waldlust in einem Atemzug mit dem berühmten "Adlon" in Berlin genannt und zog bereits in ihren frühen Jahrzehnten zahlreiche adelige und prominente Gäste an, darunter König Gustav V. von Schweden sowie Filmgrößen wie Douglas Fairbanks und Mary Pickford.
Ernst Luz Junior, der das Hotel seit der Eröffnung leitete verstarb 1935. Seine Frau Emilie Luz führte den Hotelbetrieb bis zu ihrem Tod im Jahr 1949 weiter. Während des 2.Weltkriegs diente der Hotelkomplex als Lazarett und blieb aufgrund der Lage am Waldrand von Bomben verschont. Nach dem Krieg erlebte das Hotel unter der Familie Luz von 1952 bis 1974 eine Renaissance.
Nach dem Ableben der letzten Besitzerin fiel das Hotel in private Hände und wechselte mehrfach den Betreiber, bevor der Hotelbetrieb 2005 endgültig eingestellt wurde. Seitdem steht die Waldlust leer.
Das denkmalgeschützte Ensemble befindet sich heute in Privatbesitz und wird vom Verein "Denkmalfreunde Waldlust e. V." erhalten. Die Ehrenamtlichen engagieren sich für den Schutz und die Wiederbelebung des Hauses, veranstalten Führungen, Ausstellungen, Fototouren und Kulturprogramme und sorgen dafür, dass dieses bedeutende Kulturdenkmal nicht in Vergessenheit gerät.
Quelle:
14.01.2026 https://waldlust-denkmal.de