Information
Der alte Steinbruch Schevenhütte liegt am Rand der Eifel im Stolberger Ortsteil Schevenhütte. Vermutlich wurde dort schon seit dem Mittelalter Naturstein abgebaut. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde der Steinbruch zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für den Ort.
Abgebaut wurde der „Schevenhütter Naturstein“, ein grünlich-grauer bis rötlich-violetter Schiefer- und Plattensandstein. Wegen seiner guten Spaltbarkeit und Farbe wurde er für Gehwegplatten, Grabsteine und Bauarbeiten genutzt. Auch beim Bau der Pfarrkirche St. Josef um 1890 spielte Material aus dem Steinbruch eine wichtige Rolle.
Auch im Zweiten Weltkrieg war Schevenhütte stark betroffen. Historische Aufnahmen zeigen zerstörte Gebäude, militärische Stellungen und die Folgen der Kämpfe in der Region. Beim Westwallbau wurde außerdem Abraum aus dem Steinbruch als Unterbau für die Straße nach Düren verwendet.
Nach der Stilllegung 2008 wurde das Gelände sich selbst überlassen. Die Pumpen wurden abgeschaltet, sodass sich im Abbaukessel Wasser sammelte und ein kleiner See entstand. Alte Betriebsreste, überwucherte Bereiche und verfallene Gebäude geben dem Ort heute einen typischen Lost-Place-Charakter. Gleichzeitig ist das Gelände gefährlich: Wegen Felsabbrüchen ist der Steinbruch eingezäunt und gesperrt.
Heute erinnert der Steinbruch Schevenhütte an Industriegeschichte, Kriegsspuren und den Verfall eines ehemaligen Arbeitsortes. Zugleich hat sich dort ein neuer Lebensraum für Tiere und Pflanzen entwickelt.
Quellen:
18.05.2026 https://de.wikipedia.org/wiki/Steinbruch_Schevenh%C3%BCtte
18.05.2026 https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Nordrhein-Westfalen/K%C3%B6ln%2C%20Bezirk/Aachen%2C%20St%C3%A4dteregion/Stolberg/Schevenh%C3%BCtte
18.05.2026 https://dorf-schevenhuette.de/originale-weltkriegsbilder-aus-schevenhuette-neu-inszeniert/
18.05.2026 https://dorf-schevenhuette.de/unser_dorf/