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Bezirksverwaltung der Stasi
Halle (Saale)
20111
51.4891, 11.9438
Bewertung: 3.3
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Information
Die ehemalige Bezirksverwaltung für Staatssicherheit in Halle war eine der wichtigsten Dienststellen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) im DDR-Bezirk Halle. Sie wurde 1952 im Zuge der Verwaltungsreform der DDR eingerichtet und war für die Überwachung und Bearbeitung politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Vorgänge im Bezirk zuständig.
Der heutige Gebäudekomplex entstand ab Ende der 1960er-Jahre auf dem Gelände des früheren Flugplatzes Nietleben westlich des Gimritzer Damms. Das Hauptgebäude wurde bis 1971 errichtet. In den folgenden Jahren kamen weitere Verwaltungs-, Sozial- und Funktionsgebäude hinzu. Das abgeschirmte Areal war eigenständig organisiert und umfasste Büros, Schulungsbereiche, medizinische Einrichtungen, Garagen sowie Wach- und Sicherungsanlagen.
Die Bezirksverwaltung Halle unterstand direkt dem Minister für Staatssicherheit. Sie umfasste 23 Kreisdienststellen und drei Objektdienststellen in den wichtigen Chemiebetrieben Leuna, Buna und Bitterfeld. Ende der 1980er-Jahre arbeiteten dort mehr als 3.000 hauptamtliche Mitarbeiter; hinzu kam ein großes Netz inoffizieller Mitarbeiter.
Im Dezember 1989 begann in Halle die Auflösung der örtlichen Stasi-Strukturen. Damit verlor das Gelände seine ursprüngliche Funktion. Teile des historischen Komplexes sind bis heute erhalten. Das Bundesarchiv nutzt einen Teil des Areals heute als Stasi-Unterlagen-Archiv und bewahrt dort mehr als 7.000 laufende Meter Unterlagen der ehemaligen Bezirksverwaltung und ihrer Kreisdienststellen auf.

Quellen (30.09.2026):

https://www.bundesarchiv.de/das-bundesarchiv/standorte/halle/bestaende-und-teilbestaende-der-bezirksverwaltung-halle/
https://www.bundesarchiv.de/das-bundesarchiv/standorte/halle/
https://halle.de/verwaltung-stadtrat/presseportal/nachrichten/nachricht/auf-den-geheimen-spuren-der-stasi-2
Comments
DE 4
Ishowdecay
14.10.2026
Ich war da 2022-24 mehrfach drin gewesen. Eigentlich ziemlich leer da drin, aber dennoch spannend wenn man sich vorstellt was das mal war und wie sich der Arbeitsalltag da drin angefühlt hat. Leider schon damals sehr zerstört gewesen und heute sicher nicht besser. Aber die große Aula war enorm beeindruckend.
Nine88
03.10.2026
Aktuell (3.10) kein Zugang. Bisheriger Eingang wurde dicht gemacht.
Stadtgrau
02.10.2026
Eingang ist recht einfach. Im Inneren ist es schon sehr gerockt. Überall Graffitis und jede Menge eingeworfene Scheiben. Das Erdgeschoss und der erste Stock sind ganz interessant. Der Rest sind aber im Grunde nur leere Büros. Allerdings hat dieses Gebäude eine sehr bewegende Geschichte. Eine Initiative versucht das Gebäude zu kaufen und möchte daraus eine Kulturstätte machen.
Moderator
Blazeofficial1
28.09.2026
Vor rund 20 Jahren war dieses Gebäude zu meiner Zeit noch das Finanzamt in Halle. Vor sechs Jahren kehrte ich zurück – diesmal als Urbexer. Und ausgerechnet dieser Ort wurde mein allererster offizieller Lost Place. Schon irgendwie verrückt, wie sich Orte verändern und welche ganz persönlichen Geschichten man irgendwann mit ihnen verbindet.
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