Information
Das FDGB-Heim „Hermann Duncker“ wurde ursprünglich 1909 als Villa Waldpark errichtet. Später war es unter den Namen „Kurhotel Barenberger Hof“ und „Erholungsheim Barenberg“ bekannt. Nach 1945 wurde es von der Ferien- und Erholungseinrichtung des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) übernommen und nach dem KPD-Mitbegründer Hermann Duncker benannt.
Zu DDR-Zeiten war Schierke ein beliebtes Ausflugsziel und trug den Beinamen „St. Moritz des Nordens“. Durch die attraktive Lage nahe des Brockens stieg das FDGB-Heim schnell zu einem der beliebtesten Erholungsheime auf. Das Gebäude selbst wurde hauptsächlich als Unterkunft für Erholungsurlauber und deren Familien genutzt. Es verfügte über Gästezimmer, Gemeinschaftsbereiche sowie gastronomische Einrichtungen. Neben der Unterbringung von Urlaubsgästen bot das Haus kulturelle Veranstaltungen und organisierte Freizeitangebote an. Besonders Wanderurlauber nutzten es als Ausgangspunkt für ihre Touren im Harz. Der Betrieb erfolgte zentral organisiert über den FDGB-Feriendienst. Wie viele FDGB-Erholungseinrichtungen war auch das „Hermann Duncker“ funktional eingerichtet und auf eine hohe Zahl an Gästen ausgelegt. Ziel war es, die Kosten gering zu halten, damit sich möglichst viele Erholungssuchende einen Aufenthalt leisten konnten.
Nach der Wende verlor Schierke als Urlaubsziel zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig stiegen die Ansprüche an den Tourismus, denen das Erholungsheim nicht mehr gerecht wurde. Ab 1990 schloss das Heim schließlich. In den folgenden Jahren wechselte das Gebäude mehrfach den Besitzer. Pläne zur Nachnutzung konnten nie realisiert werden, wodurch das Erholungsheim bereits seit einigen Jahrzehnten leer steht. Durch den langen Leerstand und damit verbundenen Verfall, gilt das FDGB-Heim als einsturzgefährdet.
Quellen:
10.05.2026 https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kulturdenkmale_in_Wernigerode
10.05.2026 https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Duncker