Information
Zwischen Potsdam und Berlin liegt die ehemalige Kaserne Krampnitz auf einem rund 125 Hektar großen Gelände. Sie wurde zwischen 1937 und 1939 von der Wehrmacht errichtet und bis 1945 erweitert. Ursprünglich war sie für etwa 4000 Soldaten, 2000 Pferde und 500 Familien ausgelegt. Ab dem 1. September 1939 diente sie als Sitz der aus Hannover verlegten „Heeres Reit- und Fahrschule und Kavallerieschule Krampnitz“, die Offiziere der Wehrmacht im Reiten ausbildete. Am 26. April 1945 wurde die Anlage kampflos von der Roten Armee übernommen und bis 1991 militärisch genutzt. In dieser Zeit wuchs Krampnitz zu einer kleinen Garnisonsstadt mit eigener Infrastruktur heran. Nach dem Abzug der sowjetischen Truppen 1991 blieb das Gelände ungenutzt und verfiel zusehends.
Wegen ihrer historischen und architektonischen Bedeutung wurden 1994 und 2008 große Teile der Anlage unter Denkmalschutz gestellt. Dazu zählen 82 Gebäude, die heute das Fundament für die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers bilden sollen. 2013 beschloss die Landeshauptstadt Potsdam, das Areal zu revitalisieren und modernen Wohnraum zu schaffen, dabei jedoch den originalen Charakter zu bewahren. Zu den denkmalgeschützten Bauten gehören die Klinkerhöfe mit ehemaligen Mannschaftsunterkünften, das repräsentative Stabsgebäude, das Offizierskasino, das Torgebäude sowie Doppel- und Mehrfamilienhäuser im sogenannten Bergviertel. Frühere Kasernengebäude sollen künftig vielfältig genutzt werden – vom Wohnen über Kultur- und Verwaltungszwecke bis hin zu Gesundheitseinrichtungen und Gewerbe – und so die bewegte Geschichte des Ortes für kommende Generationen erlebbar machen.
Quellen:
23.02.2026 https://www.berlin-du-bist-wunderbar.de/2015/03/kaserne-krampnitz.html
23.02.2026 https://www.berlin-du-bist-wunderbar.de/2015/03/kaserne-krampnitz.html