By using this site/app and the provided coordinates, I acknowledge the disclaimer.
Kinderheim
Fischbachtal
2398
49.7439, 8.7998
Bewertung: 2.9
Tippe für mehr Informationen
Information
Das Kinderheim „Rimdidim“ im Fischbachtal, Odenwald, wurde 1925 von der Naturfreundebewegung als Naturfreundehaus gegründet. Ziel war es, Kindern und Jugendlichen aus der Arbeiterklasse einen Zugang zur Natur und Erholung zu ermöglichen. Das Haus diente als Jugendherberge und Ort für soziale Bildungsarbeit. In den 1930er Jahren wurde das Heim von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und als Knabenübungslager umfunktioniert. Während des Zweiten Weltkriegs wurde es mehrfach für unterschiedliche Zwecke genutzt, darunter als Kinderlandverschickung, um Kinder vor Luftangriffen in sichere ländliche Gebiete zu bringen.

Nach Kriegsende kehrte das Heim langsam zur sozialen Nutzung zurück und wurde fortan von verschiedenen Trägern betrieben, unter anderem von der Arbeiterwohlfahrt, die es als Kinderheim führte. In dieser Zeit half das Heim vielen traumatisierten Kindern und Jugendlichen, die durch Krieg und Flucht ihre Familien verloren hatten, mit therapeutischen Angeboten und Betreuung.

In den 1990er Jahren nahm der Betrieb allmählich ab, und durch strukturelle Veränderungen im Sozialwesen wurde das Kinderheim geschlossen. Ein schwerer Brand in den frühen 2000er Jahren zerstörte weite Teile des Hauses. Seitdem verfällt das Gebäude zunehmend. Trotz Absperrungen zieht die Ruine Urbexer und Lost-Place-Fans an, die den melancholischen Charme eines Ortes erleben möchten, der viele bewegende Geschichten birgt, von sozialem Engagement bis zu dunklen Kapiteln der deutschen Geschichte.

Heute dient „Rimdidim“ als mahnendes Zeugnis für die vielfältige Geschichte der sozialen Kinder- und Jugendbetreuung im 20. Jahrhundert und den Wandel gesellschaftlicher Strukturen in Deutschland.
Comments
DE 18
urbexploringgirl
27.12.2025
Keine Kameras, kein Wachmann, aber relativ neue Papier-Privatgrundstückschilder.
OnkelRick
03.09.2025
Ich bin am 2.9.25 vor Ort gewesen. Ich habe keine Kameras sowie auch keinen Wachmann gesehen. Spannend ist es wie ein Tank nur noch durch die Rohre am Schornstein mitten in der Luft hängt. Der Turm kann noch begangen werden, allerdings mit Vorsicht. Man wollte wohl irgendwann mal dort etwas neu aufbauen, nur es kam nicht mehr dazu. Dämmung und ein Baugerät stehen noch vor Ort.Ein kleiner Spielplatz existiert auf dem Gelände auch noch. Rechts um die Ecke vom Turm kommt man noch ins Gebäude rein, allerdings gibt es nicht mehr viel zu sehen. Dennoch für das ein oder andere Foto kann man das Gelände mal besuchen.
Floh1984
17.08.2025
Wir waren gestern zum dritten und zum letzten Mal dort. Die ersten 2 mal konnte man schön durch die Keller gehen, Stromgenrator und Heizungsraum waren auch sehr interessant. Aber gestern standen wir vor dem Eingang wo Heizungsraum usw sind, die komplette obere Etage is eingestürzt und hat den Zugang komplett verschlossen. Wenn ihr dort hin geht passt gut auf euch auf.
luvvox
28.07.2025
Alles zeranst, lohnt sich nicht. Kamera haben wir nicht gesehen
Tobias846
04.07.2025
Waren heute Nacht gegen 1–2 Uhr dort. An sich ein geiler LP, nur die Polizei hat uns leider nicht in die Karten gespielt. Anscheinend sind dort Kameras aktiv – auf dem Bauturm.Die Polizei hat uns mitgenommen und meinte, wir sollten mehr aufpassen. Aber an sich geiler lp Grüße
BeaG678
29.05.2025
Das Rimdidim, ist auf jeden Fall ein spannender Lost Place, in dem es einiges zu entdecken gibt. Über verfallene Hütten einem großen Gebäudekomplex (incl verlassenem Kran), bis zu einem Schwimmbad, sowie einem Spielplatz. Auch die Lage versteckt im tiefsten Odenwald, ist wunderschön.
Explorador
12.05.2025
Aktuell ist von dem Zaun rundherum nicht mehr viel vorhanden. Er ist fast überall platt getrampelt, auch die Vegetation ist kein Hinderniss. Im Inneren des Gebäudes ist viel kaputt/eingestürzt. Viel Schutt. Man muss sich definitiv vorsichtig bewegen. Wir kamen von hinten und haben nur die Nazi-Anbauten erkunden können. Als wir aus dem Turm in den Hof traten erschien ein mürrischer Wächter, und wiederholte immer wieder, dass es Privatbesitz sei. Nachdem wir seiner Aufforderung nachkamen und das Anwesen verlassen hatten bezog er wieder seinen Wachposten im Bereich des Schwimmbeckens.
Creeperman1805
11.05.2025
Es besteht eine große Einsturzgefahr. Man sollte den Boden immer prüfen bevor man drauf tritt. Leider nach einem Brand abgefackelt, also sehr zerstört, aber trotzdem ein schönes Erlebnis das Gelände zu erkunden. Betreten ist sehr leicht, da der Zaun von so ziemlich allen Seiten her plattgetrampellt ist. WARNUNG: Ich wurde auf dem Hof vor dem Hauptgebäude von einem Wächter rausgeschickt. Später sah ich ihn immernoch dort sitzen, vermutlich eine stationäre Wache.
SilenceUrbexer
06.02.2025
Man sollte aufpassen, da bereits viel kaputt und einsturzgefährdet ist. Aber definitiv eine schöne Fotokulisse und lohnenswert sich das ganze mal anzuschauen. Man sollte sich auch die Geschichte davon durchlesen. Ich bin tatsächlich nur auf dem „Hof“ gewesen und habe mir von dort aus alles angeschaut.
ApostelJan
09.01.2025
Nunja die Zeit hinterlässt seine spuren Im keller steht Ein alter 6 Zylinder Ford Motor Drinne Aber es ist eine Halbe stunde Fußmarsch vom parkplatz aus
ichmagspinat
09.05.2024
Haben den Besitzer getroffen, der jedoch nur meinte man soll die Gebäude aufgrund der Einsturzgefahr nicht betreten soll Eine sehr schöne Ruine Gut zugehbar, jedoch ein bisschen weiter vom nächsten Dorf entfernt
LordAnors
23.04.2024
Bei Alarmierung der Feuerwehr brannte das Gebäude bereits in voller Ausdehnung. Die Feuerwehr konnte nicht ins Gebäudeinnere vordringen. Der Besitzer schien offenbar vermisst – später stellte sich jedoch heraus, dass er sich zu dieser Zeit im Ausland aufhielt. Da nicht genügend Löschwasser vorhanden war, mussten Schlauchleitungen gelegt wer- den um Wasser aus Messbach und Steinau heranzuführen. Tanklöschfahrzeuge führten Wasser im Pendelverkehr zur Brandstelle. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten durch die Freiwillige Feuerwehr Fischbachtal dauerten einen ganzen weiteren Tag. Das traditionsreiche Gebäude war nicht mehr zu retten und ist seither dem totalen Verfall preisgegeben. Es wird Wanderern empfohlen diese abgelegene Gebäuderuine nicht alleine zu besuchen. Mittlerweile hat der Besitzer der Ruine gewechselt. Beitrag Ende! Echt eine Interessante Hintergrundgeschichte.
LordAnors
23.04.2024
Mit den geänderten Machtverhältnissen in Deutschland wurde der Naturfreundeverein zwangsaufgelöst und auch das Odenwaldhaus beschlagnahmt. Im Jahre 1936 wurde das Gebäude durch einen Anbau erweitert. Dies ist auf dem folgenden Bild deutlich zu erkennen. Ab dem Turm nach links ist alles Erweiterungsbauwerk. Die “Nationalsozialistische Volkswohlfahrt” (NSV) Darmstadt nutzte in den 30ger Jahren und während des II. Weltkrieges das Gebäude als Knabenübungslager. Es wurde wohl auch zur Kinderlandverschickung genutzt – schauen Sie doch mal im Gästebuch der Fischbachtal-Odw.de vorbei, wo Sie einige frühere Besucher kennen lernen werden. 1948 wurde das Naturfreundehaus “Rimdidim” an die Ortsgruppe Darmstadt zurückgeführt. Durch die An- und Umbauten war es allerdings so verändert, dass es die Naturfreunde nicht mehr alleine verwalten konnten. So schloss man 1949 einen Vertrag mit der Arbeiterwohlfahrt, die den neu hinzugekommenen Hausteil als Kinderheim nutzte. 1965 wurde erwogen das “Rimdidim” zu verkaufen und ein neues Heim in der Nähe zu errichten. Hierfür wurde 1967 ein 5000 qm großes Areal erworben und ein Bauplan erstellt, welcher aber seitens der Gemeinde Steinau nicht genehmigt wurde. Es endete mit dem Verkauf des bisherigen “Rimdidim” im Jahre 1969 an die Arbeiterwohlfahrt wodurch es zu starken Spannungen in der Ortsgruppe Darmstadt kam. Nach vielfachem Zweck- und Besitzerwechsel kam es im letzten Jahrzehnt des 20.Jahrhunderts zum Brand.
LordAnors
23.04.2024
Nachtrag: Möchte mal die Hintergrundgeschichte hier teilen, der Anwohner hat mir eine Webseite empfohlen wo folgendes draufsteht. Das Rimdidim – vom Naturfreundehaus zur Ruine.“ Rimdidim – dieser Name ist den Menschen weitläufig bekannt, wenngleich auch viele nicht genau wissen, was sich dahinter verbirgt. Rimdidim, genau genommen der Rimdidim ist ein Berg bei Messbach von ca. 499 Meter Höhe. Es handelte sich hierbei wohl früher einmal um einen Aussichtspunkt (man konnte also rundherum schauen – ob sich hiervon der Name ableiten lässt ist allerdings wohl nicht mehr nachweisbar). Heute kann man leider nicht mehr den Blick in die Ferne schweifen lassen, denn der Fischbachtaler Wald hat sich diesen Lebensraum erkämpft. Des Weiteren ist der Name Rimdidim auch mit dem ehemaligen Odenwaldhaus des Tourist.-Vereins “Die Naturfreunde”, Ortsgruppe Darmstadt e.V. verknüpft. Das frühere Odenwaldhaus, der Name “Rimdidim” wurde noch nicht verwendet, bestand lediglich aus dem Gebäudeteil auf dem unten- stehenden Bild von ca. 1927. Es wurde im Jahre 1925 von den Naturfreunden Darmstadt errichtet wobei auch die Naturfreunde von Ober-Ramstadt eifrig beim Bau halfen. Mit ihrem Werkzeug – größere Gegenstände auf Handwagen verladen – wanderten sie bis zu dieser entlegenen Baustelle. Am 14. und 15. Mai 1927 wurde mit einem großen Bergfest die Einweihung gefeiert.
Piasa
19.04.2024
Es sind Ruinen im Wald, teilweise begehbar, gibt aber schon noch einiges interessantes zu sehen. Reinkommen ist super einfach.
LordAnors
09.04.2024
Ein Naturfreunde aus das aussieht wie eine Burg auf einem Hügel und die Hintergrundgeschichte auch sehr Interessant. Hab ein Anwohner dort gefragt.
anikalp
04.04.2024
Zwar vieles kaputt, aber lohnt sich trotzdem, v.a. für den Einstieg, wenn man noch nicht so viel krasses gesehen hat. Reinkommen ist super leicht, direkt vorne ist der Zaun zu Boden getreten. Man trifft dort öfter andere Entdecker und es ist ne echt coole Fotokulisse.
Jannik
15.07.2023
Es ist schon viel eingestürzt, aber trotzdem relativ interessant anzuschauen.
To ensure that comments are correctly assigned and can be processed by the administrators, please write only in the language set in the app. Comments in other languages may not be understood or processed by moderators.
Write a comment