Information
Das Kraftwerk Vockerode liegt an der Elbe und spielte eine wichtige Rolle für die Energieversorgung Mitteldeutschlands. Mit dem Bau wurde 1937 begonnen und wenige Jahre später gingen die ersten Anlagenteile in Betrieb. Der Standort war günstig, da sich in der Umgebung große Braunkohlevorkommen befanden und die Elbe als Verkehrsweg genutzt werden konnte.
Während des 2.Weltkriegs war das Kraftwerk Teil eines technischen Großprojekts zur Stromübertragung, das jedoch aufgrund der Kriegsereignisse nicht vollständig umgesetzt werden konnte.
Nach dem Krieg wurde die Anlage zunächst demontiert. In den 1950er Jahren erfolgten in der DDR der Wiederaufbau und eine Erweiterung. In dieser Zeit entwickelte sich das Kraftwerk zu einem wichtigen Bestandteil der Energieversorgung. Es lieferte Strom für Industrie und Haushalte und versorgte umliegende Städte mit Fernwärme.
In den folgenden Jahrzehnten wurde die Anlage weiter modernisiert. Anfang der 1970er Jahre kam ein Gasturbinenkraftwerk hinzu, das vor allem zur Abdeckung von Spitzenlasten diente. Damit gehörte Vockerode zeitweise zu den leistungsstärksten Kraftwerksstandorten der Region.
Nach der Wiedervereinigung wurde das Kraftwerk unwirtschaftlich. Veraltete Technik und strengere Umweltauflagen führten schließlich 1994 zur Stilllegung. Die letzten Teile der Anlage wurden wenige Jahre später außer Betrieb genommen. Anfang der 2000er Jahre wurden die charakteristischen Schornsteine gesprengt. Der Rest der Anlage blieb erhalten und erinnert an die industrielle Vergangenheit der Region. Heute wird die Energieversorgung nicht mehr durch ein einzelnes großes Kraftwerk sichergestellt, sondern über ein Verbundnetz aus verschiedenen Quellen, insbesondere durch erneuerbare Energien wie Wind- und Solarenergie.
Quellen:
23.03.2026 https://www.kohle-dampf-licht-seen.de/staedte-sehenswuerdigkeiten-landschaften/kraftwerk-vockerode
23.03.2026 https://www.mz.de/mitteldeutschland/kraftwerk-vockerode-schornsteine-werden-abgerissen-2923119