Information
Im Buchhellertal, einem Tal im Siegerland, liegen die Überreste der „Peterszeche“, eines bedeutenden Bergwerks, das vor allem im 19. und frühen 20. Jahrhundert betrieben wurde. Die Grube war eine von mehreren Bergwerken im Tal und diente dem Abbau von Eisenerz, Bleierz und Zinkerz. Die Grube wurde 1850 gegründet und bestand bis zu ihrer endgültigen Stilllegung im Jahr 1917.
Im Laufe der Betriebszeit entstanden umfangreiche Anlagen zur Erzaufbereitung, darunter ein Dampfantrieb für Maschinen, ein Wasserrad, Pochwerke, Walzwerke und Setzmaschinen. Der Abtransport des Erzes erfolgte über eine Schmalspurbahn. Die Grube verfügte über mehrere Schächte, darunter den „Leo“-Schacht, der bis zu 325 Meter in die Tiefe reichte. Die Fundamente und diverse Anlagen sind heute noch als Ruinen sichtbar.
Der Steinbrecher im Buchhellertal war Teil des Aufbereitungsprozesses für das geförderte Gestein und diente dazu, das Rohmaterial zu zerkleinern, bevor es weiterverarbeitet wurde. Diese Anlage ist heute eine der wenigen sichtbaren Spuren des industriellen Bergbaus im Gebiet. Das Buchhellertal und die Peterszeche sind bedeutende Zeugnisse der Bergbaugeschichte im Siegerland, die heute als Industriearchäologie und Lost Place von historisch Interessierten und Wanderern besucht werden. Vorsicht ist jedoch geboten, da die Anlagen teilweise baufällig sind.