Wichtiger Hinweis zum Fledermausschutz
Vom 1. Oktober bis 31. März gilt die Fledermausschutzzeit.
Viele Höhlen, Stollen und Bunker dienen Fledermäusen als Winterquartier.
In dieser Zeit ist der Zugang zu solchen Orten strengstens untersagt,
um die Tiere nicht zu stören. Verstöße können zu hohen Strafen führen.
Bitte respektiere die Schutzmaßnahmen und betrete diese Orte nicht während der Schutzzeit.
Information
Der sogenannte Honigbunker wurde ab 1942 als ziviler Luftschutzbunker gebaut und besteht größtenteils aus Stollen. Die Anlage wurde in einen alten Schlackenberg (eine Aufschüttung von Abfallprodukten aus den Hochöfen) hineingetrieben. Diese Überdeckung von bis zu 30 Metern Schlacke bot einen guten Schutz gegen Bombentreffer. Der schlimmste Angriff auf den Bunker fand in einer Nacht statt, in der über 60 Bomben und Luftminen auf ihn fielen. Er hielt allem Stand, ohne nennenswerte Schäden davonzutragen.
Der Bunker diente primär als ziviler Luftschutzstollen, in dem die Bevölkerung Schutz vor den Bombardierungen fand. Gleichzeitig sollte er im Ernstfall auch der Aufrechterhaltung der industriellen Produktion dienen, indem Arbeiter aus den umliegenden Werken dort Schutz suchten und schnell wieder einsatzfähig waren. Schon während des Baus war eine Erweiterung als Operations- und Lazarettbunker vorgesehen, um die umliegenden Krankenhäuser zu entlasten und Operationen direkt im Bunker durchführen zu können. Dieser Bereich wurde jedoch nie vollendet.
Der Bunker lag im Bereich der Hüttenwerke von Thyssen in Duisburg-Bruckhausen/Hamborn. Konkret war die Umgebung vom Sinterwerk und den Hochöfen geprägt. Im Zweiten Weltkrieg war dieser Bereich eine der Schlüsselregionen der deutschen Rüstungsindustrie, da hier Panzerstahl, Geschützrohre und andere kriegswichtige Produkte hergestellt wurden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb das Gelände weiterhin ein Thyssen-Areal. In einigen Bereichen des Bunkers wurde eine Beschussanlage errichtet, die dazu diente, Panzerplatten auf Stabilität zu prüfen, indem sie mit verschiedenen Projektilen beschossen wurden. Noch heute sind die Schallschluckkassetten gut erhalten. Anfang der 1980er Jahre stieg man auf andere Testverfahren um, und die Anlage wurde geschlossen.
Über die Jahrzehnte bildeten sich in den nicht ausgebauten Gängen des OP-Bereichs zahlreiche Stalagmiten und Stalaktiten.