Information
Die spätere „Münzfabrik“ entstand 1861, als Basse & Selve im Werdohler Ortsteil Bärenstein. Später verlagerte das Unternehmen seinen Hauptsitz nach Altena. Über mehr als 100 Jahre war das Werk am Schwarzenstein ein bedeutender Standort der Nichteisenmetall-Verarbeitung, vor allem für Messing und Legierungen.
Zeitweise wurden dort auch Platten für die Münzprägung, u.a. für die ersten Reichsmark hergestellt – daher der Beiname „Münzfabrik“.
Mit dem wirtschaftlichen Wandel der 1970er Jahre geriet der Standort unter Druck und wurde Ende der 1970er/Anfang der 1980er Jahre geschlossen. Die Firma ging letztlich in größere Metallunternehmen wie die VDM über.
Durch die Abgeschiedenheit kam es immer wieder zu Vandalismus, Drogenhandel und anderen illegalen Aktivitäten.
Der traurige Höhepunkt war 2011, als ein Sohn seinen Vater tötete und die Leiche in einem alten Fabrikofen verbrannte. Der Fall machte das Gelände überregional bekannt.
Quellen:
2025-12-02 https://www.wr.de/daten-archiv/article4693225/25-jaehriger-sohn-soll-vater-im-ofen-verbrannt-haben.html#
2025-12-02 https://woll-magazin.de/industriebrache-schwarzenstein/
2025-12-02 https://www.come-on.de/lennetal/altena/blick-basse-selve-schwarzenstein-wurden-jahre-lang-muenzen-produziert-9501809.html