Information
***legaler LostPlace***
Bei der Schleusenruine Wüsteneutzsch handelt es sich um eine Schleusentreppe, die ursprünglich zur Überwindung des Höhenunterschieds zwischen dem heutigen Saale-Leipzig-Kanal und der Saale errichtet werden sollte. Grundlage des Projekts war ein Regierungsabkommen von 1920, in dem der Bau des damaligen Elster-Saale-Kanals beschlossen wurde.
Am 11. Juli 1933 begannen bei Burghausen die Bauarbeiten am Kanal. Ziel war es, die Industrieregion um Halle, Merseburg und Leuna besser an das deutsche Binnenwasserstraßennetz anzubinden. Vor allem die chemische Industrie, sowie der Transport von Braunkohle sollten von der neuen Wasserstraße profitieren. Zur Überwindung des Höhenunterschieds der Saale war eine Schleusentreppe mit zwei modernen Sparschleusen geplant. Die Schleusenkammern sollten 85 Meter lang, 12 Meter breit und drei Meter tief werden. Damit hätten Schiffe mit bis zu 1000 Tonnen Tragfähigkeit geschleust werden können.
Doch mit Beginn des Zweiten Weltkriegs verzögerten sich die Arbeiten zunehmend. Eine Kombination aus Materialmangel, fehlenden Arbeitskräften und die Umstellung auf Kriegswirtschaft führten schließlich im Jahr 1943 zur vollständigen Einstellung des Bauvorhabens. Nach Kriegsende wurde das Projekt nicht mehr fortgeführt. Die Ruine ist bis heute erhalten geblieben und obwohl sie dem Verfall preisgegeben ist, erinnert sie bis heute
an die großen Infrastrukturprojekte und technischen Visionen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Aufgrund ihrer Lage unter freiem Himmel ist sie jederzeit frei zugänglich.
Quellen:
12.05.2026 https://de.wikipedia.org/wiki/Schleusentreppe_W%C3%BCsteneutzsch
12.05.2026 https://www.saaleelsterkanal.de/bauwerke/schleuse/
12.05.2026 https://www.google.com/amp/s/www.mdr.de/geschichte/mitteldeutschland/orte/leipzig/ns-schleusenruine-mittellandkanal-lost-place-100~amp.html