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Die ursprüngliche Firma hieß „Carl Amm Metall- und Kunststoffwarenfabrik“ und wurde bereits 1924 gegründet. Sie machte sich vor allem durch die Produktion von Federbällen einen Namen, welche unter der Marke „Aero-Record“ vertrieben wurden.
Diese Produkte genossen in der Mitte des 20. Jahrhunderts große Beliebtheit und stehen für eine Zeit, in der Sportartikel noch in kleineren spezialisierten Betrieben hergestellt wurden.
Im Handelsregister wurde die Firma erstmals am 7. Juni 1940 eingetragen. Sie blieb über mehrere Jahrzehnte ein lokaler Arbeitgeber und Produktionsstandort. Neben der Herstellung von Federbällen sollen auch andere Produkte wie etwa Freizeit- oder Haushaltsartikel im Gebäude vorhanden gewesen sein.
Nach vielen Jahren Produktion ging der Betrieb 1976 an die Schwiegertochter des Firmengründers über. Doch in den folgenden Jahrzehnten konnte er sich gegen die wachsende Konkurrenz der großindustriellen Produktion nicht behaupten. Der Betrieb wurde schließlich eingestellt und der Standort verlassen. Der Maschinenpark und zahlreiche Waren blieben zurück, bevor die Produktion endgültig aufgegeben wurde. Heute befinden sich in der Fabrik nach wie vor unzählige Federbälle, die teilweise noch aus den 1950er Jahren stammen und zusammen mit den zurück gelassenen Maschinen verfallen. Die Fabrik ermöglicht eine spannende Zeitreise in die Produktion kleinerer und regionaler Betriebe, bevor großindustrielle Konzerne die Herstellung übernahmen. Pläne zur Nachtnutzung sind nicht bekannt und es bleibt fraglich, ob das Gelände in absehbarer Zeit wieder genutzt wird.
Quellen:
23.01.2026 https://www.diedeutscheindustrie.de/firma/carl%20amm%20metall%20%20und%20kunststoffwarenfabrik%20amm%20carl/4007463/22215
23.01.2026 https://www.lostplacepictures.de/?Bayern___Federballfabrik_Forchheim