Information
Bereits 1891 wurden in Altengrabow Herbstübungen sowie 1893 Schießübungen durchgeführt.
Am 23. März 1894 wurde entschieden, dass es ein Übungsplatz werden soll. Ein Jahr später standen die Platzgrenzen endgültig fest. 1896 wurde der reguläre Schieß- und Übungsbetrieb etabliert sowie mehrere Gebäude errichtet.
Zwischen 1914 und 1918 wurden auf dem Truppenübungsplatz Frontfähige Kampfdivisionen aus Ersatzreserven und Freiwilligen zusammengestellt und Trainiert. Zusätzlich wurde ein Multi-Nationales Gefangenenlager errichtet, welches mit dem Arbeitslager Groß-Wusterwitz in Kontakt stand.
Nach dem Kriegsende wurden die Gefangenen freigelassen und die Lager als Flüchtlingsunterkunft weitergenutzt. Das übriggebliebene Wehrmaterial wurde versteigert.
Von 1921 bis 1935 war das Gelände im Besitz der Reichswehr, diese nutzte es, in Grenzen des Versailler Vertrages, als Übungsplatz und SA-Sportschule. 1936 wurde der Platz umgebaut um auch gepanzerten Gefechtsfahrzeugen einen Übungsplatz zu bieten. Mit dem beginn des zweiten Weltkrieges wurden erneut ein Arbeitslager sowie ein Kriegsgefangenenlager genutzt. Diese sollten in der nahe gelegenen Munitionsfabrik Arbeiten. Am 13. April 1945 wurden die Gefangenen durch Amerikanische Gruppen befreit. Im Mai desselben Jahres besetzten die Sowjets den Übungsplatz. Das Gelände wurde als Sammel- und Durchführungslager genutzt. Im August wurden die ersten Schießübungen durchgeführt.
1991 verließen die Sowjets den Platz. Juni 1994 übernahm ihn die Bundeswehr. 2003 wurde der Übungsplatzt von Kampfmittelfirmen beräumt. Von 2007-2013 wurde das Gelände erneut Umgebaut. 2014 ist es wieder ein „vollwertiger“ Truppenübungsplatz.
Die Bundeswehr nutzt teile des Truppenübungsplatzes. Vom begehen und Drohnenflügen wird abgeraten.