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Messingwerk
Eberswalde
3827
52.8451, 13.7278
Bewertung: 2.7
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Information
Die Geschichte des Messingwerks in Eberswalde reicht bis ins Jahr 1700 zurück, als das erste Messingwerk der Gegend auf Anordnung eines Kurfürsten eröffnet wurde. Zunächst unter staatlicher Verwaltung, wurde das Werk bald verpachtet, darunter für einige Jahre an drei Franzosen. Es produzierte Glocken, Kessel, Draht, Messinggefäße und Kleinwaren wie Knöpfe und Haken.

Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten übernahm der Staat ab 1719 erneut die Verwaltung, ließ Erneuerungen durchführen und verlegte das Werk an eine nahegelegene Schleuse. Wohnhäuser für Mitarbeiter wurden in unmittelbarer Nähe zum Werk errichtet.

1729 übernahm eine Bank das Messingwerk und blieb bis 1786 Pächter des Werks, sicherte sich die Zulieferungen für ihre Gewehrfabriken und ließ es erweitern. 1779 zählte die Siedlung des Messingwerks 283 Einwohner. Zur Attraktivitätssteigerung wurden Wohnräume mit Brennholz und Gartenland angeboten.

Trotz erneuter Wirtschaftskrisen ab 1850 wurde das Werk 1863 an ein jüdisches Unternehmen verkauft, das bereits ein Kupferwerk besaß. Es modernisierte das Messingwerk umfassend und unter der Leitung der Söhne der Familie wuchs das Unternehmen. Nach dem Tod des letzten Besitzers 1898 übernahm sein Neffe das Unternehmen und machte es 1906 zu einer Aktiengesellschaft. Bis 1918 wuchs die Belegschaft auf fast 2400 Mitarbeiter an.

1942 gelangte das Messingwerk in den Besitz der AEG und wurde in Messingwerk AG umbenannt. Während des Krieges wurde für die Rüstungsindustrie produziert. Nach Kriegsende 1945 wurde das Gelände von den Sowjets genutzt und weitestgehend abgerissen. 1949 wurde es jedoch für industrielle Nutzung freigegeben und 1950 mit einem Walzwerk zusammengelegt.

1990 wurde das Werk stillgelegt, aber 1993 von einem slowakischen Unternehmen übernommen und ging wieder in Produktion. 2012 erfolgte die endgültige Stilllegung des Werks. Seitdem verfällt das Gelände, doch die Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

Danke an Zorro On Tour
Comments
DE 8
Chanii
26.10.2025
Sehr was für Nervenkitzel , mittlerweile bewegungsmelder und Kamera vorhanden in einen Gebäude...
RevierFoerster
02.02.2025
Einfacher Zutritt. Offenkundig unter der Woche Bewegung auf dem Areal. Ansonsten viele Ruinen und eingestürzte Dächer, nichts spektakuläres (Ansichtssache).
SPE3DJUNKI3
20.01.2025
Der Lost-Place ist unter Benutzung. Wir haben da heute Leute und Wachhunde gesehen.
Richy31
27.10.2024
Wir waren gestern dort ...kein Herreinkommen mehr ! Selbst die kleinsten stellen sind zu gemacht worden..jemand hat das Gelände gekauft denke ich und möchte damit sagen das keiner mehr das Betreten soll ???? überall Schilder mit Kamera überwacht und haben auch 2 Typen gesehen mit einer roten und Organen Weste ..ob es sucertiy war weiß ich nicht aber lohnt sich nicht mehr hin
Bademaus
21.08.2024
Wie waren am Samstag dort. Man kommt sehr leicht vom „Garten Parkplatz „ auf das Gelände. Das dies eine Messingfabrik war ist nicht mehr erkennbar. Leere Hallen sonst nichts. Unser Fazit: 3 von 10
urbexEW
29.03.2024
Also bin seit 2021 täglich hierhin gegangen. Super großes gelände, viele dinge blieben mir bis 2023 neu. Jeden tag ein neues abenteuer. Viel Sachen zum klettern, doch trotzdem aufpassen alles meist zugewachsen und viele löcher in den boden. Mittlerweile ist ein Security da, und hat mich schon runtergeschmissen. Bald wird es wahrscheinlich komplett planiert werden. So viele tolle erinnerungen da, demnächst geh ich nochmal hin. Gebe dann ein Update. War schon mal vorkurzem da so Februar 2024, keiner war da, waren aber auch Ferien +Sonntag. Viele Schilder und man kommt nicht mehr so leicht rein. Aber aufjedenfall ist es das wert.
JensenMikasa
01.01.2024
Das erste Ziel für dieses Jahr, für uns. Die Schilder findet man sehr oft, aber es sind keine Kameras vorhanden.
Nacromo
03.10.2023
Ist umzäunter Privatbesitz, sind Schilder "Betreten verboten" und "Videoüberwachung" dran, war uns zu heiß.
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