Information
Die Futterstoffweberei Zittau war ein bedeutender Teil der Textilindustrie in Zittau (Sachsen), insbesondere in der DDR-Zeit und mit Bezug zum Kummersberg-Gebiet. Sie entstand aus der traditionsreichen Baumwollweberei Wagner & Moras (seit 1899) und produzierte vor allem Futter-, Kleider- und Baumwollstoffe.
Ab 1899 bauten die Gebrüder Moras in Zittau ein großes Textilunternehmen auf, das 1911 zur Wagner & Moras AG wurde – 1901 bereits die erste Weberei mit 300 Webstühlen und bis 1920 rund 4000 Maschinen sowie 5000 Beschäftigte. Nach der Weltwirtschaftskrise firmierte es 1932 als Gebrüder Moras AG und war Teil des Dierig-Konzerns.
Nach 1945 wurde der Betrieb verstaatlicht: 1948 als VEB Kleiderstoffwerk Zittau, 1953 VEB Kunstseiden- und Baumwollweberei Zittau, ab 1957 VEB Textilkombinat Zittau (TKZ). Ab 1971 integriert als Werk 3 im Lautex-Verbund (VEB Oberlausitzer Textilbetriebe) am Kummersberg 6, spezialisiert auf Futterstoffe.
1990er: Produktion teils für H. Hecking Söhne (Stadtlohn);
1994 Übernahme durch Familie Hecking als Baumwollweberei Zittau GmbH (BWZ), die bis heute Kleider-, Deko- und Futterstoffe herstellt. Während des Krieges (1943–45) diente der Standort temporär Junkers-Flugzeugwerken (Zittwerke).
Quellen:
11-02-2026 https://spaetschicht.eu/unternehmen/bwz-baumwollweberei-zittau-gmbh/
11-02-2026 http://www.bw-zittau.com/
11-02-2026 https://www.kuladig.de/Objektansicht/BKM-31000218
11-02-2026 https://de.wikipedia.org/wiki/Zittwerke