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Das ehemalige Regierungskrankenhaus der DDR befand sich in Berlin-Buch und war eine hochgeheime Gesundheitseinrichtung für die oberste Führungsebene der DDR. Es wurde 1976 gebaut und diente ausschließlich Politikern, Mitgliedern des Zentralkomitees der SED, dem Politbüro sowie weiteren hochrangigen Funktionären.
Das Krankenhaus verfügte über modernste medizinische Technik, einschließlich westlicher Geräte und einem der beiden einzigen Computertomographen der DDR. Für den Ernstfall gab es einen Atomschutzbunker sowie spezialisierte Sicherheitsvorkehrungen, einschließlich enger Überwachung durch das Ministerium für Staatssicherheit (MfS).
Vor 1976 lag das Regierungskrankenhaus in Berlin-Mitte (Scharnhorststraße), wurde aber aufgrund seiner Nähe zu West-Berlin verlegt. In Buch entstand ab 1976 die „Spezialklinik“, die streng abgeschottet war. Patienten konnten nur mit Sonderausweis eintreten, und das Personal wurde vom MfS überwacht. Das Gebäude hatte luxuriöse Ausstattung, Fernsehgeräte, Telefone und spezielle Wohnbereiche für Spitzenfunktionäre.
Nach der Wende 1990 wurde das Krankenhaus kurzzeitig für die allgemeine Bevölkerung geöffnet, war aber 2007 endgültig geschlossen. Das Gelände steht seitdem leer und gilt als bekannter Lost Place, der von Urban Explorern und Interessierten besucht wird.