Klosterruine Heilig Kreuz
Information
***legaler LostPlace***
Das Kloster zum Heiligen Kreuz in Meißen wurde Ende des 12. Jh. von Markgraf Dietrich dem Bedrängten als Benediktinerinnenkloster gestiftet. Ursprünglich befand sich der Bau zwischen Burgberg und Elbe auf dem Areal einer alten Wasserburg (heutige Leipziger Straße 30–40). Bereits 1217 verlegte man das Kloster an das linkselbische Ufer, rund 1,5 Kilometer nördlich der Meißner Altstadt, wo bald darauf eine neue Kirche entstand. Markgraf Dietrich übertrug dem Kloster 1220 mehrere Besitzungen, darunter das Dorf Sommerfeld bei Leipzig sowie die Kirche Luppa. Aufgrund der großen Entfernung wurde Sommerfeld 1391 an das Leipziger Thomaskloster verkauft.
Nach der Verlegung 1217 unterstellte man das Kloster zeitweise dem Zisterzienserkloster Altzella bei Nossen, wodurch die Nonnen kurzzeitig nach zisterziensischer Regel lebten. Mitte des 13. Jahrhunderts kehrten sie jedoch zur benediktinischen Ordnung zurück. Mit der Reformation wurde das Kloster 1568 aufgehoben; 1570/71 fiel sein Besitz der Meißner Fürstenschule St. Afra zu. Das weitläufige Klostergut umfasste Ländereien im Jahnabachtal, in Gasern und der Meißner Vorstadt Fischergasse. Das Klostergebäude selbst verfiel und wurde im Siebenjährigen Krieg (1756–1763) endgültig zerstört.
Bis 1900 existierte das Gebiet als eigenständiger Gutsbezirk mit 23 Einwohnern. Ab 1945 befand sich dort eine Gärtnerei. Seit 1994 nutzt das Meißner Hahnemannzentrum e.V. das Gelände, führt Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten durch und begleitete zwischen 1997 und 2001 archäologische Grabungen. Das Klostergut besteht bis heute als eigene Gemarkung.
Führungen über das Gelände bietet das Meißner Hahnemannzentrum e.V. (Leipziger Str. 94, 01662 Meißen) nach Voranmeldung an. Dauer: 1h, Preis: 75 €, max. 15 Personen.
Quellen 2026-02-05:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Heilig_Kreuz_(Mei%C3%9Fen)
https://hahnemannzentrum-meissen.de/kloster-heilig-kreuz/
https://veranstaltung.hahnemannzentrum-meissen.de/fuehrungen