Information
Das Schlossensemble in Warstein blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Bereits im 13. Jahrhundert, etwa um 1266, wurde hier eine Niederlassung des Deutschen Ordens gegründet. Die Kommende diente sowohl als Verwaltungszentrum als auch als wirtschaftlicher Stützpunkt des Ordens im Hochstift Paderborn. Ihre Lage über dem Möhnetal verlieh dem Anwesen strategische Bedeutung und ermöglichte enge Verbindungen zu den umliegenden Dörfern.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Anlage zu einem markanten Ensemble aus Schlossgebäuden, Wirtschaftsgebäuden und der barocken Ordenskirche St. Margaretha, die zwischen 1707 und 1714 erbaut wurde. Die Kirche bildete das geistliche Zentrum der Kommende und prägt bis heute gemeinsam mit dem Schloss das Ortsbild. Anfang des 19. Jahrhunderts wechselten die Gebäude mehrfach den Besitzer, doch das historische Ensemble blieb erhalten.
Das Schloss diente als Wohn- und Verwaltungssitz der Landkomture, während die Wirtschaftsgebäude der Landwirtschaft und Verwaltung vorbehalten waren. Im Laufe der Zeit wurde die Anlage immer wieder den Bedürfnissen ihrer Bewohner angepasst, was sich in unterschiedlichen Baustilen und Erweiterungen widerspiegelt.
Heute befindet sich der Schloss- und Kommendenkomplex in Privatbesitz und ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Aufgrund erheblicher Baumängel und des daraus resultierenden Sanierungsbedarfs wurde das Ensemble zum Verkauf angeboten. Konkrete Konzepte zur Nachnutzung liegen bislang nicht vor. Die Pfarrkirche St. Margaretha sowie die Mariengrotte auf dem Gelände sind jedoch öffentlich zugänglich und können unter Beachtung der Öffnungszeiten kostenlos besichtigt werden.
Quellen:
01.03.2026 https://www.stadtmarketing-warstein.de/de/neusta-pois/schloss-muelheim
01.03.2026 https://www.sauerland.com/de/neusta-pois/pfarrkirche-st.-margaretha2
01.03.2026 https://www.wp.de/staedte/warstein-und-umland/article210608441/wie-schloss-muelheim-groessere-wertschaetzung-erfahren-soll.html