By using this site/app and the provided coordinates, I acknowledge the disclaimer.
Komplexlager
Halberstadt
530
51.8568, 11.0345
Bewertung: 0.0
Zum Bewerten tippen
Information
Das Komplexlager wurde im Zweiten Weltkrieg von der NS-Diktatur angelegt, um Flugzeugkomponenten zu produzieren. Die Produktion des "Projektes Malachit" sollte unter Tage erfolgen, sodass sie vor alliierte­n Bombenangriffen geschützt war.

Tausende Zwangsarbeiter, von denen viele aus Konzentrationslagern stammten, mussten unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten. Sie sprengten das Gestein mit bloßen Händen und ohne Schutzkleidung. Unter diesen Bedingungen starben viele innerhalb weniger Wochen.

Das Vorhaben blieb unvollendet. Es wurde nie ein Teil produziert. Nach dem Krieg wurde der Stollen vergessen. Erst Jahrzehnte später wurde er im Kalten Krieg wieder genutzt. Die NVA baute den Stollen zu einer unterirdischen Militäranlage um und bezeichnete ihn als „Komplexlager 12“, worunter er bis heute bekannt ist. Im Stollensystem lagerten Munition, Kleidung und Ausrüstungsmaterial. Außerdem verfügte er über eine Bahnanbindung und Kommandozentrale, sowie Möglichkeiten zur Wasseraufbereitung und Entgiftung.

Nach der Wende verlor die Anlage an Bedeutung. Stattdessen wurden dort von der KfW rund 620 Millionen Banknoten der ehemaligen DDR versenkt und anschließend hinter meterdicken Betonwänden verschlossen. Das Geld sollte so ungesehen verrotten. Jedoch entdeckten 2001 Einbrecher das Versteck. Tausende der alten Geldscheine tauchten plötzlich auf dem Sammlermarkt auf, die vorher nie im Umlauf waren.

Als Reaktion begann die KfW mit der Bergung und Vernichtung der Banknoten. Dieser radikale Schritt diente dazu Spekulationen und erneute illegale Zugriffe zu verhindern. Die Betonwand wurde eingerissen, das Geld mittels Förderbänder und Sieben sortiert und anschließend verbrannt. Zwischenzeitlich sollten auf dem Gelände Luxusbunker entstehen.

Quellen:

2025-12-08 https://www.spiegel.de/geschichte/vergessene-orte-a-946505.html
2025-12-08 https://www.mz.de/deutschland-und-welt/wirtschaft/milliardengrab-komplexlager-12-ddr-geld-verrottet-einfach-nicht-2025945
Comments
DE 9
Urbexionist
08.09.2025
Ich wäre da sehr Vorsichtig. Häufige Arbeiten vor Ort. Überall Kameras, im Bunker, wie auch draußen im gesamten Terrain. War früher dort fast "zu Hause" und habe dort einige Overnighter gemacht. Heute würde ich das nicht mehr machen. Besitzer/Eigentümer ändern sich wie bei vielen die Unterwäsche. Polizei ist auch sehr rasch da.Also Vorsicht.
Floki0815
18.08.2025
War heute dort aber kein rein kommen. Zumindest nichts gefunden wo man rein kommt.
LostFab
17.01.2025
Mega cool da
Basti185
17.01.2025
Ich war das letzte mal 2017 da, es ist sehr interessant dort und das Tunnelsystem ist riesig. Man kann da aber mit den Besitzern reden und nach Absprache auch offiziell rein. Sehr zu empfehlen.
Losti88
17.01.2025
War vor ein paar Jahren mal drinne,aber ist ohne jemand der sich da auskennt,wie ein Labyrinth.
Bartski
14.01.2025
Leute das Komplexlager ist seit Jahren verschlossen und es wird sich drum gekümmert und ja es wird auch Überwacht. Leider versuchen immer wieder welche die sich Urbexer nennen es aufzubrechen und werden regelmäßig von der Polizei abgeholt. Lasst es einfach denn die Jungs haben besseres zu tun als sich ständig mit Anzeigen rumzuärgern. Was zu ist ist zu.
cupid
08.10.2024
Ist ein Zaun mit ein Schloss dran. Sind letztens hingegangen und da ist jemand mit ein Auto vom Komplexlager rausgefahren. Kein Eingang möglich und da fahren Autos und gehen Leute entlang.
Hostylosty
01.05.2024
Wir sind durch eines der Löcher und kurze Zeit später ist ein Auto angefahren gekommen. Wir sind dann schnell wieder auf die richtige Seite gelaufen. Zufall oder Überwacht ? Wir wissen es nicht
AdventureTiffy
07.02.2024
Anlage ist überwacht. Betreten zwar durch viele Löcher im Zaun, aber ich würde es nicht empfehlen. Dann eventuell lieber bei der Gedenkstätte Zwieberge anfragen.
To ensure that comments are correctly assigned and can be processed by the administrators, please write only in the language set in the app. Comments in other languages may not be understood or processed by moderators.
Write a comment