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Bunker
Blåvand
5717
55.5610, 8.0804
Bewertung: 4.5
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Information
An der dänischen Nordseeküste, unweit des heutigen Ferienortes Blåvand, befinden sich die Überreste der ehemaligen Funkmessstellung „Büffel“. Die Anlage wurde während des Zweiten Weltkriegs von der deutschen Luftwaffe errichtet und gehörte zu den wichtigsten Radaranlagen des Atlantikwalls in Dänemark. Heute erinnern überwachsene Bunker und Fundamente an ihre einstige militärische Bedeutung.

Mit dem Ausbau des Atlantikwalls begann die Wehrmacht ab 1941, die dänische Westküste massiv zu befestigen. Im Sommer 1942 entstand bei Blåvand die Funkmessstellung „Büffel“. Ihre Aufgabe war es, alliierte Flugzeuge bereits über der Nordsee zu orten und die gewonnenen Daten an Flugabwehr- und Jagdverbände weiterzugeben. Damit war die Anlage ein wichtiger Bestandteil des deutschen Frühwarnsystems.

Das Herzstück der Stellung war ein sogenanntes Mammut-Radar, das auf einem speziell errichteten Bunker des Typs L485 installiert wurde. Die riesige Antennenanlage konnte Flugbewegungen in einer Entfernung von bis zu 300 Kilometern erfassen. Ergänzt wurde die Stellung durch einen Befehlsbunker, Mannschaftsunterkünfte, technische Gebäude und mehrere Flakstellungen zum Schutz der empfindlichen Radartechnik.

Im Verlauf des Krieges entstand in der Nähe zusätzlich eine Radaranlage der Kriegsmarine, wodurch sich die militärische Bedeutung des Standortes weiter erhöhte. Nach der deutschen Kapitulation im Mai 1945 wurde die Funkmessstellung aufgegeben. Die technische Ausstattung verschwand, während die massiven Betonbunker erhalten blieben.

Heute liegen Teile der ehemaligen Anlage auf oder in unmittelbarer Nähe eines militärischen Übungsgeländes und sind deshalb nur eingeschränkt zugänglich. Dennoch vermitteln die erhaltenen Bunker und Fundamente noch immer einen guten Eindruck von der Größe der einstigen Radarstellung. Durch die abgeschiedene Lage und die überwucherten Bauwerke zählt die Funkmessstellung „Büffel“ heute zu den interessantesten militärischen Lost Places an der dänischen Nordseeküste und erinnert an die große strategische Bedeutung Blåvands während des Zweiten Weltkriegs.

Quellen:

2026-06-29 https://www.battlefieldsww2.com/stutzpunktgruppe-blaavand.html
2026-06-29 https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Kasernen/Daenemark/KasernenBlavand-R.htm
Comments
DE 6
Ruhrpottblach
17.08.2025
Das erste Bild gehört nicht zu diesem Bunker. Der Bunker ist etwas entfernt davon und war ein Luftwaffenbunker mit einem Periskop, um zu prüfen, wie die Schüsse aus der zweiten Reihe waren. Der gier markierte Bunker hatte eine 30m Breite Radarantenne drauf. Da ich bereits Fotos geladen habe, kann ich die Radarantenne leider nicht mehr hochladen.
Hostylosty
08.08.2025
Schönes Objekt. Mit den vielen andern Bunkern zusammen, kann man einige Stunden in den Anlagen verbringen. In einigen sind auch Geocaches.
KieferErde09
13.04.2025
Super Anlage gibt viel zu sehen
Jackalscout
19.09.2024
In dem Militärgebiet (betreten erlaubt wenn keine Übungen durchgeführt werden) sind etliche kleine Bunker (wir haben schon 9 Stück gesehen), in die man zum Teil auch rein kann. Meist aber nicht mehr als 3-4 Räume.
dieKrise
19.09.2024
Es gibt eine Reihe von Bunker in diesem weitläufigen Gebiet, die man noch mehr oder weniger gut betreten kann, da diese langsam im Sand versinken. Teilweise sind sie überraschend groß. Es gibt aber quasi keine Einrichtung mehr. Trotzdem hat es viel Spaß gemacht, sie zu besuchen. Das Gebiet ist ein militärisches Übungsgebiet, welches aber außerhalb der Übungen betreten werden darf. Wann Übungen stattfinden, kann man im Internet finden und an Türmen werden rote Kugeln gehisst, sowie die Warnschilder blinken.
Ruhrpottblach
04.06.2024
Diesen Bunker habe ich schon zig Male beklettert und besucht. In den Dünen gibt es auch noch viele unterirdische Anlagen. Nicht gamz weit entfernt ein riesen Teilchen. Mehrere Videos uns Bildmaterial vorhanden. Lohnt auf jeden Fall. Man sollte keine Angst vor Fledermäusen haben, die gibt es in den Bunkern überall an der Decke. Bunker kann nicht betreten werden, wenn das Militär seine Übungen macht, da der Bunker innerhalb des Gebietes liegt, in dem auch mit scharfer Munition geschossen wird.
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