Information
Das Mausoleum liegt idyllisch in einem Waldstück bei Ziegelsdorf, einem Ortsteil von Untersiemau. Es wurde im späten 19. Jahrhundert errichtet und vom Freiherrn Hans Georg Friedrich Werner von Seebach, der auf Schloss Ziegelsdorf lebte, in Auftrag gegeben. Das Bauwerk sollte ihm und seiner Familie als repräsentative Grabstätte dienen und spiegelt die Bestattungs- und Architekturtraditionen des Adels jener Region und Zeit wider. Fertiggestellt wurde das Mausoleum 1897, zwei Jahre nach dem Tod des Freiherrn.
Die denkmalgeschützte Anlage beeindruckt durch ihre neoromanische Architektur. Eine markante zentrale Kuppel, ornamental gestaltete Fassaden und eine Höhe von etwa 17 Metern machen das Mausoleum zu einem auffälligen Blickfang im dicht bewaldeten Gelände. Im Inneren befindet sich ein Steinsarkophag, der von einer Marmorskulptur, dem sogenannten Marmorchristus, überragt wird. Diese Skulptur symbolisiert den Schutz des Verstorbenen. Der Architekt des Mausoleums ist in den verfügbaren Quellen nicht bekannt, dennoch zeugt die Gestaltung von großer Detailverliebtheit und handwerklicher Qualität.
Die abgeschiedene Lage verstärkt den geheimnisvollen Charakter des Bauwerks. Heute ist das Mausoleum ein beliebtes Ziel für Wanderer und Geschichtsinteressierte und gilt als verwunschener Ort, der die Geschichte des Adels lebendig werden lässt. Es eröffnet eindrucksvolle Einblicke in die Grabkultur und die architektonische Ästhetik des späten 19. Jahrhunderts.
Quellen:
01.03.2026 https://de.wikipedia.org/wiki/Mausoleum_%28Ziegelsdorf%29
01.03.2026 https://www.eighttwoeightsix.de/vergessenes-mausoleum-lost-places-bayern
01.03 2026 https://aroundus.com/p/6631859-mausoleum-ziegelsdorf