Information
Das Stasi-Hotel Buchheide in Templin ist ein markantes Relikt der DDR-Vergangenheit und gilt heute als einer der bekanntesten Lost Places Brandenburgs. Inmitten eines Waldgebietes am Lübbesee, wurde das Hotel ab Mitte der 1980er Jahre als exklusiver Erholungsort für verdiente Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) geplant. Das Hauptgebäude bestand aus einem viergeschossigen Plattenbau mit modern ausgeführtem Restaurant und Wellnessbereich. Auffällig ist die versteckte Lage und der niedrig gehaltene Zugang, die neugierige Blicke fernhalten sollten. Geplant war zudem ein Pool, eine Dachterrasse und verschiedene Nebengebäude, deren Nutzung vermutlich für Personal oder Sicherheit vorgesehen war.
Die Bauarbeiten am Großprojekt wurden bis 1989 abgeschlossen, doch aufgrund der politischen Wende und der Auflösung der Stasi blieb der Innenausbau unvollendet. Mit der Wiedervereinigung wurden die Arbeiten endgültig eingestellt. Ein Teil der verbauten Materialien und Ausstattungen wurde in den Folgejahren von Einheimischen entwendet oder für andere Zwecke genutzt. Später wechselte die Immobilie zwar den Besitzer, jedoch blieb eine Verwertung aus, sodass das Hotel bis heute eine verlassene, zunehmend verfallende Ruine ist.
Der Rohbau ist inzwischen von Graffiti, Witterungsschäden und der Natur gezeichnet – die ursprüngliche Funktion als exklusives Erholungsobjekt ist kaum noch zu erkennen. Während der Pandemiezeiten wurde der Lost Place Anziehungspunkt für Jugendliche und Urbexer, was gelegentlich zu Problemen wie Vandalismus führte.
Das Stasi-Hotel Buchheide ist heute Mahnmal gescheiterter Macht und Symbol für den Wandel nach 1989.