Information
Am Pfingstsamstag, 9. Juni 1892, wurde der Kristall-Palast als großes Konzert‑, Ball- und Varietéhaus eröffnet und entwickelte sich rasch zu einem der bekanntesten Vergnügungsorte Magdeburgs.
1891/92 entstand hinter dem straßenseitigen Vorderhaus ein großer Saal mit Musikbühnen, Veranden und Küchenanbau; insgesamt bot der Saal rund 2700–2710 Plätze.
Der Kristall-Palast überstand den Ersten Weltkrieg, zeitweise diente er als Hilfslazarett.
1928 erhielt das Haus offiziell den Namen „Haus der Vornehmen Gesellschaft“.
In der Weimarer Zeit fanden weiterhin Konzerte, Bälle und Varietéprogramme statt.
Nach 1933 wurde der Kristall-Palast verstärkt für „Kraft durch Freude“‑(KdF‑)Veranstaltungen genutzt und war damit in die NS‑Freizeit‑ und Propagandapolitik eingebunden.
Ab Ende 1940 diente der Saal als Internierungslager für Fremdarbeiter und Kriegsgefangene.
Nach der Beschädigung im Krieg wurde 1948 der Wiederaufbau des Kristall-Palastes beschlossen.
In den 1950er und 1960er Jahren erlebte der Kristall-Palast eine zweite Blüte als eines der führenden Varietéhäuser Deutschlands.
1977 wurde der Bau zur ständigen Spielstätte des Kabaretts „Die Kugelblitze“ umgerüstet.
In der späten DDR-Zeit unterblieben notwendige Instandhaltungsmaßnahmen, das Gebäude verfiel zunehmend.
1986 wurde der Kristall-Palast aus baupolizeilichen Gründen gesperrt.
Heute ist das Dach eingestürzt, der Denkmalschutz wurde entzogen und der Abriß ist geplant.
Quellen:
11.02.2026 https://pixelgranaten.de/fotografie/lost-places/kristall-palast-magdeburg/
11.02.2026 https://de.wikipedia.org/wiki/Kristall-Palast_Magdeburg
11.02.2026 https://vimudeap.info/de/atlas/kristallpalast-magdeburg/abstract
11.02.2026 https://coolis.de/2025/05/07/der-kristall-palast-magdeburg-eine-traurige-aber-noch-nicht-endende-geschichte/