Wichtiger Hinweis zum Fledermausschutz
Vom 1. Oktober bis 31. März gilt die Fledermausschutzzeit.
Viele Höhlen, Stollen und Bunker dienen Fledermäusen als Winterquartier.
In dieser Zeit ist der Zugang zu solchen Orten strengstens untersagt,
um die Tiere nicht zu stören. Verstöße können zu hohen Strafen führen.
Bitte respektiere die Schutzmaßnahmen und betrete diese Orte nicht während der Schutzzeit.
Information
Der „Mäusebunker“ in Berlin ist der umgangssprachliche Name für die früheren Zentralen Tierlaboratorien der Freien Universität Berlin, später genutzt als Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité. Das Gebäude wurde von 1971 bis 1981 errichtet und gilt als herausragendes Beispiel des Baustils Brutalismus mit seiner massiven Sichtbeton-Fassade und charakteristischen blauen Lüftungsrohren, die an Kanonenrohre erinnern. Die langgestreckte Pyramidenform und der massive Stahlbeton verleihen ihm ein bunkerartiges, fast futuristisches Erscheinungsbild.
Ursprünglich diente der Mäusebunker der Haltung und Versuchen an Versuchstieren, insbesondere Mäusen, was ihm den Namen einbrachte. Die Anlage war auch architektonisch sehr aufwändig mit komplexen Lüftungssystemen ausgestattet. Während der letzten Jahrzehnte wurde intensiv über eine mögliche Umnutzung oder einen Abriss diskutiert. 2023 wurde der Bau unter Denkmalschutz gestellt, da er international als bedeutendes Beispiel der Nachkriegsmoderne und Brutalismus anerkannt ist. Aktuell läuft ein Modellverfahren, um eine zeitgemäße und denkmalverträgliche Nachnutzung des Mäusebunkers zu entwickeln.
Der Mäusebunker steht heute leer und polarisiert aufgrund seiner ästhetischen und funktionalen Besonderheiten, gilt aber als kulturell und architektonisch wertvolles Erbe Berlins.