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Fabrik
Göttingen
870
51.5442, 9.9311
Bewertung: 5.0
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Information
Die „Fabrik Hahn“ in Göttingen war das große jüdische Familienunternehmen der Familie Hahn, das sich vom Fell‑ und Darmhandel zu einer modernen Leder‑ und Schuhfabrik (Marke „Gallus“) entwickelte und in der NS‑Zeit enteignet und zerschlagen wurde. Sie gilt heute in Göttingen als zentrales Beispiel für die Geschichte jüdischer Unternehmer, ihre Bedeutung für die Stadt und ihre Verfolgung durch Boykott, „Arisierung“ und Vertreibung.

Aus dem Handelsgeschäft entstand bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein großer Betrieb für Häute, Leder und später Schuhe, seit 1912 ein etwa 16.000‑m²‑Fabrik Gelände.
1926 gründete Max Raphael Hahn die Gallus‑Schuhfabrik GmbH, deren Marke „Gallus“ (lateinisch für „Hahn“) mit handwerklicher Qualität und moderner Werbung überregional erfolgreich wurde.
Die Betriebe der Familie Hahn wurden in mehreren Schritten „arisiert“: Die Schuhfabrik wurde in einem Liquidationsverfahren bis 1939 aufgegeben, das große Industriegrundstück an der Weender Landstraße und andere Immobilien gingen ab 1940/41 an nichtjüdische Firmen über.

Später wurde das Gelände durch die Deutschen Bahn für die Herstellung/Reparatur von Lampen und Signalanlagen genutzt, wovon noch einiges zu sehen ist.
Unzählige Maschinen zeugen von der unterschiedlichen Nutzung des Geländes.

Heute scheint es ein Spekulationsobjekt zu sein, da es vermutlich den Nachfahren der Familie Hahn gehört. Die Gebäude werden immer wieder verschlossen und das Gelände wirkt ansatzweise gepflegt, die Villa steht unter Denkmalschutz.

Quellen
13.01.2026 https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Raphael_Hahn
13.01.2026 https://www.deutsche-gesellschaft-ev.de/veranstaltungen/bildungsangebote/1458-2021-forschungsprojekt-die-juedische-familie-hahn.html
Comments
DE 18
Beccchen
01.03.2026
Hallo Wir sind eben gut reingekommen. Auf südlicher Seite gibt es einen Privatparkplatz - an einem Wohnhaus. Dort ist ein grünes Tor welches man aufdrücken kann. Selber drinnen gut aufpassen zwecks Decken . Tolles Objekt. Viel zu sehen
DetJalo
28.02.2026
Berichtigung: Diese Fabrik war keine Schuhfabrik, sondern eine Metallwarenfabrik. Sie fimierte zunächst als H. Boie GmbH u. Co, KG und danach Übernahme durch H. Schleiermacher GmbH, Göttingen
DetJalo
22.02.2026
Bin heute (Sonntag) zwischen 11:00 Uhr und 13:00 Uhr vor Ort gewesen. Die weite Anfahrt war für mich ganz umsonst. Auf dem Gelände stand ein schwarzer VW Golf Plus mit Berliner Kennzeichen. Die Tür zur Villa stand offen. Ob das der Besitzer/Eigentümer von der Fabrik war....ich kann es nicht sagen..
Leon2107
24.12.2025
Waren vor 2 Tagen dort, in der 2. Etage waren Bewegung und Geräusche zuhören. Es klang so als wollte man uns nicht dort haben… Vermutung von obdachlosen und Junkies lag uns sehr nah. Sind darauf hin sofort raus gegangen.
Saskia512
21.10.2025
Auf das Grundstück kommt man super einfach drauf ohne viel Aufwand
Schwarzerosen
07.07.2025
Weiß jemand mehr über die verlassene Fabrikantenvilla gegenüber? Ich habe noch keinen Zugang gefunden und bin verwundert darüber, dass dort immer frisch der Rasen gemäht wird. Es ist definitiv nicht mehr bewohnt.
Moderator
Ravee
03.06.2025
Sehr lohnenswert. Noch viel zu erkunden auch noch viel von originaler Einrichtung vorhanden (eig sehr sicher manche Räume in den kleineren Häusern nicht betretbar (Boden eingestürzt))
FelterrierTV
04.05.2025
Am Gebäude geradeaus weiter laufen Bus zum Fitness-Center dann links rum. Etwas auf halben Wege an der Mauer hoch. Darunter steht ein dicker PKW Reifen und man kommt auf das Gelände.
Knipser62
28.03.2025
Tolle Schilderung von Bademaus, spannend und gruselig. Danke für deine Eindrücke
DetJalo
28.03.2025
Das war mal eine Schuhfabrik. War Ende 2022 vor Ort. Bin damals leider nicht in die Fabrik rein gekommen. Anbei paar Bilder von außen..
RainerRuepel
08.12.2024
Also mittlerweile sind die Bauzeune neu und alles wurde frisch verplattet. Ich kann also mittlerweile nicht mehr sagen ob es doch bewegungsmelder o.ä gibt.
RainerRuepel
14.08.2024
Dort gibt es keine Bewegungsmelder wie vorher beschrieben... reinkommen ist auch extrem leicht wenn man nen bisschen guckt
Bademaus
13.08.2024
Wir waren am Samstag Mittag dort. Man kommt schon irgendwie auf das Gelände. Wir sind über die Mauer auf der Rückseite geklettert (so das man nicht vom Fitnessstudio aus gesehen wird). Dann durch die Wildrosenhecke, unter einem Dachstuhl eines eingefallenen Quergebäudes zu einem Fenster beim ehemaligen Waschraum. Drinnen angekommen hatten wir ca. 3 Minuten, dann gab es Geräusche an der Eingangstür die aufgeschlossen wurde. Konnten uns noch gerade so hinter einer Drehbank verstecken. Zwei Personen betraten den Raum, blieben in der Mitte stehen und lauschten eine gefühlte Ewigkeit … wie langsam doch die Zeit vergeht :) Zwischenzeitlich ging einer langsam und leise durch die Fabrikhalle und kam nach 5 Minuten zurück. Nochmals warten und lauschen, dann gingen sie raus und schlossen hinter sich ab. Wir haben uns rausgeschlichen und diese Location für uns abgehakt. Dort gibt es definitiv Bewegungsmelder.
Kimaris
23.07.2024
Man kann über eine Tür am Zaun klettern oder über den umgekippten Zaun beim Parkplatz daneben. Wir waren in einem der neben Gebäude und haben auch das Zimmer eines Obdachlosen gefunden (voll eingerichtet aber keiner drin). Bei der Fabrik lohnt es sich auf jeden Fall bis ganz nach oben zu steigen und die Aussicht zu genießen
Losti88
12.05.2024
Wir waren am 12.5 da . Da Obdachlose und Junkies in den Nebengebäuden leben,findet man problemlos einen Zugang zum Gelände. Allerdings sollte man dann die Nebengebäude nicht betreten.
mrmxce
03.05.2024
Vorsicht geboten: drumherum sehr viel Verkehr, einsteigen nur wenn wirklich Ruhe herrscht.
JokerUrbex
03.04.2024
Ich habe keinen Weg gefunden um dort rein zu kommen.
Losti88
21.03.2024
Schöner Lp. Aber man muss aufpassen,oft sind Jukies und Obdachlose vor Ort.
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